Der von unseren englischen Freunden gecharterte Bus war rund um mit "TSV - Deutschland " Flaggen geschmückt. Weitere Fotos über die Erlebnisse der 14 Schunkelbotschafter folgen am Ende des Textes.

Schunkeln statt Bomben

An den gleichen Tagen, in dem im britischcn Fernsehen von morgens bis abends Bilder von der Bombardierung englischer Städte durch die deutsche Luftwaffe zu sehen waren, haben 14 TSV'ler erfolgreich für Völkerverständigung und den Weltfrieden gekämpft: als Schunkel-Botschafter. Die Feierlichkeiten der Briten anlässlich des VE-days ("victory in europe") zum Ende des 2. Weltkriegs in Europa hat die sympathische Gruppe mit viel guter Laune und unzähligen Aufforderungen zum Mitschunkeln bereichert. Das Motto "vor über 70 Jahren brachten euch die Deutschen Bomben, heute Schunkeln (bei)" hat auf der Insel sozusagen  eingeschlagen wie eine Stimmungsbombe. Hier nun ein kleiner Reisebericht in chronologischer Reihenfolge in einer auf deutsch synchronisierten, gekürzten FSK-16-Fassung. Fotos folgen später. 

Freitag; Um 4.45 Uhr wie erwartet erreicht Simon Josef als letzter den Treffpunkt zur Abfahrt am flower corner. 5.05 Uhr: Die Idee von Steffen, für die Fahrt nach Frankfurt im Kleinbus ein 5-Liter-Fass Bier mitzunehmen, erweist sich als suboptimal: 7 Becher Schaum landen in den Kehlen, drei Becher auf Steffens Hose, vier im Bus, gefahren vom Fontargen-Azubi "Karamba". 6.03 Uhr:Bei der Handgepäck-Kontrolle wird Kurt ausgiebig gefilzt; Grund: Entgegen aller Warnungen hat er einen Nassrasierer mit scharfer Klinge im Gepäck. 8.32 Uhr: Die ersten Biere werden in Lufthansa-Maschine geordert; weil dies vorwiegend die jüngeren Teilnehmer tun, macht das Gerücht die Runde, dass Ossi, Udo und Co. die Reise bei den Seniorenbeauftragten Reinhard Fischer und "em Scheifling Peter" gebucht haben. 8.30 Uhr: Nach der Landung in Birmingham wird klar, dass es weder im Flughafen noch am Bahnhof Schließfächer gibt. 9.38 Uhr: erste Schunkelrunde mit einer bis an die Zähne bewaffneten Polizistin; danach Zugfahrt (6 pounds  9 pennys pro Ticket) in die Innenstadt und Abmarsch mit dem Handgepäck nach "chinese quarter". 10 Uhr: Dort hat die Wirtschaft  "Dragon Inn" geöffnet, erstes englisches Frühstück mit sausages, bacon, eggs, toasts an hot beans: Die Bohnen werden das Leibgericht von Steffen, sein Spitzname "Mister Bean (s)" wird geboren. Einige beers folgen, auch unsere Senioren steigen nun voll ein. 15 Uhr: Wieder zurück am Flughafen Begrüßung unserer beiden Berliner Marco und Kevin. Butch und Mrs Butch holen uns mit einem, mit den Buchstaben TSV versehenen Deutschlandflaggen  dokorierten Kleinbus ab. 17 Uhr Ankunft in Butchs Kneipe: Bier, Billard, von Butch zubereitetes Rindfleisch und viel, viel Schunkeling mit Einheimischen. 19.30 Uhr (es handelt sich um ungefähre Zeitangaben) Ankunft in unserer Unterkunft oldroyd guesthouse in Uttoxeter: Simon und Lorenz erhalten die honeymoon suite, Ossi und Udo die Seniorenresidenz mit behindertengerechtem Zugang. 20 Uhr: Ab in den Pub Old swan, Bier und Schunkeln. 21 Uhr: Die ersten Teilnehmer suchen erschöpft ihre Zimmer auf; es sind die jungen TSV'ler und es wird deutlich, dass unsere Alten nicht beim Fischer Reinhard gebucht haben - die Schoner sind andere...

Samstag: 5.45 Uhr kleiner Anschiss für Lor und Kurt, die bei fünf Grad und Nieselregen vorm Eingang unserer Unterkunft rauchen und lachen; 8 Uhr gemeinsames Frühstück, alle sind fit, Mister Bean schlägt wieder zu. 10 Uhr Abfahrt zum Sportplatz mit Vereinsheim; 10.30 Uhr lädt dort der Getränkelieferant sechs große Bierfässer ab - endlich. 12 Uhr Beginn des Fußballspiels bei Fritz-Walter-Wetter, Lorenz als linesman ist froh, dass er seine Winterjacke dabei hat. 13.45 Uhr: Das Match endet 2:2, keiner der TSV'ler kennt aber die Namen unserer Torschützen, Kevin aus Berlin dafür genau die Rückennummer, der ihn nach zehn Minuten Spielzeit gefällt hat. Zudem fallen Jochen wegen  Muskelfaserriss in der Wade sowie Ossi, Udo und Kurt wegen Liveticker des FCK-Spiels als Zuschauer aus.  Danach Bier, Schunkeln und von Mrs Butch zubereitete Chili-Tomatensuppe und handgemachte Rindfleischpasteten. Danach äußerst emotionaler Besuch des Grabes vom Blonden Hans, der vor elf Jahren die besondere deutsch-englische Freundschaft zwischen dem TSV und den English Old Knackers aus der Taufe gehoben hat. Danach Fahrt mit den Engländern um Colonel nach Derby zum Kneipenbummel; dazu nur so viel: der geplante simultane Schunkel-flash-mop in Berlin, Ebertsheim und England hat funktioniert (vielen Dank an alle, die uns unterstüzt haben) - trotz der "technischen" Probleme mit den Boxen: Schunkeln geht auch unplugged, also live gesungen. Die Vielzahl dieser Einsätze ist auch der einzige Grund für den bis heute andauernden Wegfall der Stimme vom Schreiber dieser Zeilen. Irgendwann Rückfahrt - wieder mit zwei Kleinbussen - nach Uttoxeter; Udo erfährt von der blonden Fahrerin unter anderem, dass schalten auf englisch "to change the gear" heißt, in England natürlich mit the left hand...In der Nacht irgendwann Rückkehr nach Uttoxeter, nicht in die Unterkunft, sondern in den "old swan": Bier und Schunkeln, Wodka-O als Absacker in der honeymoon suite

Sonntag, 9 Uhr gemeinsames Frühstück, alle sehen gut aus. 10 Uhr Treffpunkt im old swan, vier  gehen in den Supermarkt einkaufen. Zum wiederholten Mal geht Kurt verloren, findet aber zum Glück unsere 50 Meter entfernte Herberge wieder. Da dort noch das Gepäck deponiert ist, kann Kurt dort gelassen sein Buch "Der Fluch der Druiden" lesen. 12 Uhr: Kurt wird abgeholt und in den Pub geführt, dort Verabschiedung von Gonzo, Colonel, Neil, the Ottmar, Sean und, und, und. Danach fährt uns Mrs Butch zum Nationalpark. Dort unter anderem Überquerung eines reißenden Flusses, Besteigung der größten Erhebung Englands und Riesenbockwurst. 16 Uhr: Mrs Butch fährt uns zum Flughafen, auf dem dortigen Parkplatz Abschluss-Schunkeln, das von Umstehenden bejubelt wird. Es folgen Einchecken, Passkontrolle und Zoll. Wieder wird Kurt eine halbe Stunde lang gefilzt, Grund diesmal: seine Plastiktüte für die Flüssigkeiten ist zu groß. Ähnliches Schicksal für Jason, weil er für seine Hautcreme keinen schriftlichen Nachweis für deren medizinische Flüssigkeit dabei hat. Danach suchen Kurt und Jason verzweifelt eine Raucherecke, finden sie auch - Kurt hat aber dann große Probleme, die Tür zurück zum Terminal zu öffnen. 18.10 Uhr englischer Zeit Abflug, wider Erwarten sind alle Mann an Bord. 21.30 Uhr: Wir finden "Karamba" mit dem Kleinbus - inklusive 5-Liter-Fass - es bleibt unberührt. Es wird beschlossen, dass wir der Familie Butch für ihren unglaublichen Einsatz einen Geschenkekorb zuschicken. Als eine Finanzierungsmöglichkeit wird die Versteigerung eines ganz besonderen Einzelstücks auf ebay diskutiert: in der früheren Gastwirtschaft "Surri" gezogene Kondome, deren Haltbarkeit im Jahr 2003 abgelaufen ist. Die hatte nämlch einer der Teilnehmer im Gepäck. Warum ist allen Schunkelbotschaftern ein Rätsel.

Die Zimmer und ihre Bewohner: honeymoon suite: Lorenz Hofstädter (alias admin, king of schunkeling, linesman), Simon Josef Triebswetter (alias Bad dancer (Badenser), Simon and Furunkel); Seniorenresidenz: Udo Kringel (alias Üüüdo Krintschel, change the gear), Oswald Ossi "yes, yes, yes" Alleborn. Kinderzimmer: Steffen Diemer (alias Mister Bean"), Jan , "the I have no cigarette, Bickel. Schonerzimmer: Holger, the quiet boxes Richtsfeld; Thomas small Rucksack Hendel. Raucherzimmer: Werner Billard King Janson, Kurt, the Navigator, Werle (alias double D für Dauer-Ditz). Fall-down-room: Jochen Gin tonic Mayrer, Jörg six pack Wanderer, Berliner Zimmer in Butch-house: Marco "is your cross fit" Diemer und Kevin, the broken middle-foot.

Gastgeber und Kennengelernte: Mrs Butch, queen of the bus, queen of the hups, queen of everything, Butch, Colonel, Gonzo, Phil, Sean, Richard, Neil, the Ottmar, Billy the Kid, Jane,the barbie-doll of Phil, the very gay Dubliner mit Partner, (Deutsch-)Marc, Phil(ippinin), und, und, und, und viele, die mit uns geschunkelt haben, deren Namen wir aber vergessen haben.

In unseren Gedanken immer dabei: Mister P (Raimund Diemer), Mister G, und natürlich Greg Crips, unser Blonder Hans. Auch die haben ganz bestimmt mitgeschunkelt...

Die Schunkelbotschafter des TSV von links: Der aus Berlin eingereiste Kevin, the broken middle food, Steffen alias Mr Bean, Billiard King Jason, Gonzo, Gin-Tonic Jochen, Six Pack Jörg, kniend Mrs Butch, the queen of des bus, sitzend: is-dei-gross-fit Marco, small-Rucksack Thomas, no cigaretts Jan, Schunkel-King und Admin Lorenz und Change-the-ger-üüüüdo, yes, ye, yes Ossi hat das Foto geschossen